Biografie

Er ist einer der großen Pianisten unserer Zeit: Sergei Babayan, der 1989 als erster sowjetischer Künstler überhaupt einen Wettbewerb im Westen ohne Unterstützung des Staates gewann, ist heute einer der international wohl einflussreichsten Musiker, der mit großer technischer Brillanz und mitreißender Spielfreude Generationen jüngerer Pianisten geprägt hat. Die Londoner Times pries ihn als „hinreißend erfindungsreichen Virtuosen“, Le Figaro rühmte seinen „unvergleichlichen Anschlag, seine vollkommene Phrasierung und atemberaubende Virtuosität,“ Le Devoir aus Montreal formulierte schlicht: „Sergei Babayan ist ein Genie. Punkt.“

Babayan hat eng mit Dirigenten wie David Robertson, Neeme Järvi, Yuri Temirkanov, Thomas Dausgaard, Tugan Sokhiev und Dima Slobodeniouk zusammengearbeitet. Mit Valery Gergiev verbindet ihn eine langjährige und besonders enge künstlerische Partnerschaft, die sie u.a. beim Sankt Petersburger Festival "Stars of the White Nights" und regelmäßig mit dem Mariinsky Orchester, beim Moskauer Osterfestival, im Barbican Centre mit dem London Symphony Orchestra, im Großen Saal des Moskauer Konservatoriums, Théâtre des Champs-Elyseés, den Salzburger Festspielen und beim Gergiev Festival der Rotterdamer Philharmoniker zusammenführte, wo Babayan auch Artist-in-residence war.

In der Spielzeit 2018/19 ist Sergei Babayan insbesondere mit den Lucerne Festival Strings, Düsseldorfer Symphonikern, Antwerpener Symphonikern, Cameristi del Teatro alla Scala, dem Mariinsky Orchester und dem Verbier Festival Orchestra zu erleben. Sergei Babayan spielt daneben Solorezitale im Concertgebouw Amsterdam, in der Londoner Wigmore Hall, im Konzerthaus Wien und im Münchner Prinzregententheater, im Maison de la Radio in Paris, der Elbphilharmonie, der Alten Oper Frankfurt und Tonhalle Zürich. Bei den Festivals von La Roque d’Anthéron, Piano aux Jacobins in Toulouse, dem Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Verbier Festival ist er wiederholt zu Gast. Babayan musiziert regelmäßig mit einigen der herausragenden Orchester der Welt, unter ihnen das London Symphony Orchestra, Cleveland Orchestra, Mariinsky Orchester, Warschauer Philharmoniker, BBC Scottish Symphony Orchestra, Orchestre National de Lille, Detroit Symphony Orchestra, Baltimore Symphony Orchestra und das New World Symphony Orchestra.

Tourneen und Gastspiele haben Sergei Babayan wiederholt in viele der führenden Konzertsäle in aller Welt geführt, darunter die Carnegie Hall in New York, die Warschauer Philharmonie, Severance Hall in Cleveland, den Münchner Herkulessaal, Liederhalle Stuttgart, Konzerthaus Berlin, ins Prager Rudolfinum, Victora Hall in Genf und den Berliner Pierre Boulez Saal.

Sergei Babayan ist Deutsche Grammophon Exklusivkünstler; seine jüngste Veröffentlichung eigener Transkriptionen für zwei Klaviere von Orchesterwerken Sergei Prokofievs, eingespielt mit seiner langjährigen Duo-Partnerin Martha Argerich (‘Prokofiev for Two’; DG 3/2018), wurde von der Kritik euphorisch gefeiert als „die CD, auf die die Welt gewartet hat“ (Le Devoir), als ein „mitreißendes Duo, das den Hörer fassungslos macht“ (Pianiste), das die Kunstform des „Klavierduos auf eine neue Ebene führt: Wenn alle Musik wäre wie diese, gäbe es keinen Kummer in der Welt“ (Norman Lebrecht, MyScena). Babayans Konzerte wurden übertragen von Radio France, Polnischen Rundfunk, BBC-TV und BBC Radio 3, NHK Satellite Television und Medici TV.

Sergei Babayan wurde in Armenien geboren und studierte am Moskauer Konservatorium bei Mikhail Pletnev, Vera Gornostayeva und Lev Naumov. Nach seiner ersten Auslandsreise 1989 errang er hinter¬einander erste Preise bei mehreren internationalen Wettbewerben, darunter der Cleveland International Piano Competition, der Hamamatsu Piano Competition und der Scottish International Piano Competition. Er lebt als amerikanischer Staatsbürger in New York.